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Dienstag, 23. Juni 2026 Mediadaten
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Kreis Höxter (red). Mit Beginn der Schützenfest-, Volksfest- und Veranstaltungssaison appelliert der Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen und Kindern des Kreises Höxter an Besucherinnen und Besucher, aufeinander zu achten und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Ziel sei es, allen Menschen unbeschwerte und sichere Festtage zu ermöglichen.

Gerade bei größeren Veranstaltungen sei Aufmerksamkeit ein wichtiger Beitrag zur eigenen Sicherheit. Der Arbeitskreis empfiehlt insbesondere Frauen und Mädchen, sich mit Freundinnen zu verabreden, gemeinsam anzureisen und nach Möglichkeit auch gemeinsam den Heimweg anzutreten. Zudem sollten Notfalltreffpunkte vereinbart, Handys aufgeladen und wichtige Telefonnummern griffbereit sein.

Besondere Vorsicht sei beim Umgang mit Getränken geboten. Eigene Getränke sollten stets im Blick behalten und keine offenen Getränke von unbekannten Personen angenommen werden. Auch ein bewusster Umgang mit Alkohol könne dazu beitragen, riskante Situationen zu vermeiden. Wer sich unwohl fühlt oder belästigt wird, sollte frühzeitig Hilfe suchen und sich an Freunde, Sicherheitspersonal oder Veranstaltungsmitarbeitende wenden.

Ein besonderes Augenmerk legt der Arbeitskreis auf die Gefahr durch sogenannte K.-o.-Tropfen. Plötzlich auftretender Schwindel, Erinnerungslücken, starke Benommenheit oder Bewusstlosigkeit können Anzeichen für die Verabreichung solcher Substanzen sein. In Verdachtsfällen sollte umgehend Hilfe geholt, die betroffene Person nicht allein gelassen und möglichst schnell eine medizinische Untersuchung veranlasst werden. Wenn möglich, sollte das Getränk als Beweismittel gesichert werden.

Auch nach sexuellen Übergriffen gibt es Hilfsangebote im Kreis Höxter. Neben der Möglichkeit, die Polizei einzuschalten, können Betroffene im St.-Ansgar-Krankenhaus Höxter eine sogenannte anzeigenunabhängige Spurensicherung in Anspruch nehmen. Dabei werden mögliche Beweise fachgerecht dokumentiert und aufbewahrt, ohne dass unmittelbar eine Strafanzeige gestellt werden muss. So bleibt Betroffenen Zeit, in Ruhe über weitere Schritte zu entscheiden.

Für Menschen, die sich nachts auf dem Heimweg unsicher fühlen, verweist der Arbeitskreis zudem auf das Heimwegtelefon. Geschulte Ehrenamtliche begleiten Anrufende telefonisch bis zu ihrer sicheren Ankunft zu Hause.

„Sicheres Feiern ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Rücksicht, Aufmerksamkeit und gegenseitige Unterstützung tragen wesentlich dazu bei, dass alle Besucherinnen und Besucher die Festtage unbeschwert genießen können“, betont die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Höxter und Sprecherin des Arbeitskreises gegen Gewalt an Frauen und Kindern.

Der Arbeitskreis wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern eine fröhliche, friedliche und vor allem sichere Schützenfest- und Veranstaltungssaison.

Wer Gewalt erlebt hat oder Unterstützung benötigt, kann sich unter anderem an die Frauenberatungsstelle der AWO für den Kreis Höxter, die Beratungsangebote der Caritas, das Frauen- und Kinderschutzhaus im Kreis Höxter sowie die bundesweiten Hilfetelefone für Frauen und Männer wenden. In akuten Gefahrensituationen sollte umgehend der Notruf 110 gewählt werden.

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